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Montag, 23. Mai 2011

ungew(e)is(s)heiten.

in der welt. zählt der schein,
ich will lieber garnicht sein.
wieviel geld. zählt dein schein?
ich stell mir nur selbst ein bein.

ich will wissen wo der schuh drückt,
doch ich bin kein schuster.
sehe nur mein unglück,
und erkenne muster:

sie sagen jeder ist des glückes schmied.
ich frage mich wer das talent vergibt.

warum geht es dir gut?
warum geht es mir schlecht?
warum brennt deine glut?
wer gab dir dein schürfrecht?

was habe ich eigentlich hier verlorn?
trennt sich irgendwann die spreu vom korn?

ich versuche es zu packen.
ich pack ein. und wieder aus.
was von dem sind meine sachen?
greif ich sie auch richtig auf?

hab ich wirklich einen plan.
was bin ich? was will ich sein?
komm ich irgendwann mal an.
fühl ich mich irgendwo daheim?

ich will das glück am schopfe packen,
doch vielleicht hat es ne glatze.
und mir sitzt die angst im nacken,
dass ich es erneut verpatze.

Montag, 24. Januar 2011

ein postnataler dialog.

"und was verrät dir ein blick in mein gehirn?", fragtest du mich.
"weiss ich nicht, philosophie hab ich nicht studiert. aber versuchen würd ichs trotzdem gern." entgegnete ich, an meiner miserablen stresskippe ziehend.
"wenn es taut, wird die oberfläche sichtbar. und wenn es taut, dann kommt die flut."
"und, was siehst du?" "hmm, da sind windräder, angetrieben von ängstlichen und verzweifelten winden..." "hmm... und was noch?" "ne wundervolle landschaft, teils idyllisch, teils brennend, teils am wiederaufbau... aber kein abschnitt gleicht dem anderen. da sind wüsten und berge, wälder und städte." "und was ist, wenn du tiefer reinschaust? ganz tief? auge in auge mit der synapse?" "da ist ein stausee, ihre pupille verdichtet sich, der informationsfluss wird geregelt... bitte, verschließ dich nicht." "ich wills versuchen, mit aller kraft." "alles ist frei verfügbar, jede information kanalisiert auf einen satz,ein wort, eine silbe, ein gefühl... wie der sand der zeit, der durch die uhr rinnt. und je mehr zeit vergeht, desto durchsichtiger wird diese uhr, und trotzdem... seh ich alles verzerrt, jedes bild verschwommen. und weiter schauen kann ich nicht." "das ist verständlich." sagtest du. und hattest wohl auch recht damit. und wir liefen weiter und redeten über alltägliches. und danach schwiegen wir, bis wir an deiner tür waren. wir verabschiedeten uns. und bevor deine tür zufiel meintest du noch: "ich bin gespannt, was du wirst sehen können, wenn der begrenzte sand durch deine uhr gelaufen ist." ... ich überlegte viel, deine tür war längst zu. "wir werden sehen. ich werde sehen. ich kann es kaum erwarten." dachte ich und sprachs nie aus. denn wir sahen uns nie wieder.

Sonntag, 23. Januar 2011

sokrates war shoppen.

in neuen frischen hosen sitze ich da,
auf dem kopf ne neue, warme mütze,
ja ich sitze, in meinem zimmer.
wo niemand sieht, wie gut ich ausseh.

mein umherschweifender blick,
fixiert sich an dem beutel des modehauses.
und ich versuche rauszufinden,
wo sich die muster wiederholen.

sie sehen wie chromosomen aus,
und sind doch nur markenzeichen.
eins so gleich wie das andere,
so wie der inhalt der beutel.

auf meinem boden rekelt sich antigone,
ein kleines gelbes heft für einzdreissig.
hat damit alles angefangen? hat es das?
wer weiss das schon. ich nicht.

Mittwoch, 24. November 2010

"treiben lassen."

schließe deine augen. und stelle dir den strand vor.
oder den pool, oder des bergsees unberührte natur.
aber stell dich dir entspannt vor:

ungestört durch lästige gedanken,
unbegrenzt von irgendwelchen schranken,
wasser plätschert an des steges planken,
und sanfte wellen bringn' dich leicht ins wanken.

da liegst du nun und lässt dich treiben,
kein hai wird sich dich einverleiben,
würdest gern ewig so verbleiben,
du fühlst dich mit dir selbst im reinen...

doch HALT! STOPP! zweifel regen sich:
"treiben lassen", was ist das eigentlich?
treibe ich dich oder treibst du da mich?
und treibt uns das nich... in den wahnsinn?
oder könnte es sein, dass ich längst im wahn bin?

von wem lassen wir uns treiben?
mit wem tanzen wir den reigen?
und wer spielt dafür die geigen?

wer sind die jäger dieser treibjagd,
die man später nach der zeit fragt,
denen man so blind vertraut,
dass man sein haus auf treibsand baut?

auf was treib ich da zu,und von wem treib ich ab?
solange der strom fließt, geht es doch nur bergab,
der gravierende einfluss der gravitation,
eingemeißelte erkenntnis, doch was nützt die mir schon?

diese welt scheint wie ein treibhaus, und gott schaut von außen zu,
er will sehen, was die zeit treibt, denn das lässt ihm keine ruh'.

hier treiben soviele, scheinbar ohne verstand,
und doch ist dieser zustand auch nur scheinbar konstant.
denn wollt ihr nicht auch endlich bessere zeiten?
DANN LASST UNS DEM TREIBEN EIN ENDE BEREITEN!

Donnerstag, 21. Oktober 2010

gehst du weiter.

[1]
gehst du weiter - in meine richtung?
komm lass uns treffen - auf einer lichtung.
denn der dichte wald ist nass und feucht und kalt,
und in der umgebung hier wird man nicht alt.

[2]
gehst du weiter - auf mich zu?
stehst du wartend - an dem zug?
der mich sehr sicher übers schlachtfeld trägt.
weil draußen unentwegt ein herbststurm fegt.

[coda]
und wie wird es dann passiern?
sollten wir uns gleich berührn?
wirst du aufhören zu freirn?
bis wir uns wieder verliern.

[3]
und das display zeigt: "nächster halt - liebesnest"
ich stehe auf - und halte mich an der haltestange fest.
gewappnet vor der trägheit, die mich sonst noch aus der bahn reißt,
heute land' ich ausnahmsweise nicht auf dem rangiergleis.

Montag, 27. September 2010

eine unheilvolle einsicht, die mir täglich hals und bein bricht.

ein blick auf den terminplan,
ein fragmentierter hinweis,
auf der suche nach was essbarn',
bin ich der, der nur auf stein beisst.

ich setz ein' schritt vor den andern,
weiter durch den regen wandern,
und der himmel grau in grau,
und durchnässt bis auf die haut.

irgendwann bin ich zuhause,
aber doch nicht angekomm,
eine kurze atempause,
doch die ziele sind verschwomm'

ein blick auf den dienstplan,
offenbart mir freie spitzen,
ich hab' irgendwo noch kräfte,
doch wem sollten die was nützen?

eine nacht noch in dem bette,
das mich nie so richtig wärmte,
meine schwäche lässt mich schlafen,
nach der letzten zigarette.

ich stehe auf, ein blick in meinen kleiderschrank verrät,
für einen stilvollen abgang ist es leider schon zu spät.

Mittwoch, 22. September 2010

in medias res.?

[1]
bin zu schüchtern es zu sagen,
spür' die steine in meinm' magen.
vielleicht doch angst zu versagen,
oder bock es zu vertagen.
denn der zeitpunkt ist mir wichtig,
vielleicht ist er grad' nicht richtig?
vor dem spiegel - ja da üb' ich,
denn du sollst merken - nein ich lüg' nicht.
[ref.]
früher immer zugegriffen,
ohne zu wissen was ich kriege,
was ich davon abbekam,
war nicht mehr als nur intrige.
doch jetzt weiss ich bescheid,
jetzt nehm' ich mir mehr zeit:
ich glaub' es wird sehr schön -
was von uns übrig bleibt.
[2]
und jetzt laufe ich wieder nachhause,
zünd mir nochmal ne kippe an,
und es brickelt in mir so wie brause,
meine worte kamen wohl gut an.
und jetzt hab' ich wohl lunte gerochen,
und mich nicht wie so oft nur verkrochen.
dem eignen alltagstrott wiedersprochen.
und spür' mehr als nur den herzschlag pochen.
[ref.]
früher immer zugegriffen,
ohne zu wissen was ich kriege,
was ich davon abbekam,
war nicht mehr als nur intrige.
bitte leih mir deine hand,
raub' mir mehr als den verstand,
mach den wunden nen' guten verband,
und bemal' mit mir die graue wand.
[ende]
ich muss sagen es tut sehr gut,
mich an deinen worten zu ernähren,
ich glaub ich schaff es auch bei rot,
und viel verkehr - die straße zu überqueren.
und ich breche eine lanze,
eine latte von dem zaun,
auf der mauer sitzt ne wanze,
es macht spaß ihr zuzuschaun.

love me, bartender.

eine kleine bar, ne kneipe an der ecke, nichts weltbewegendes. nur dein leben. irgendwie. es ist spät am abend und der raum hat sich geleert. es gab viel streit.
zum beispiel mit dem herren iim pikfeinen anzug, von dem du dir ein gutes geschäft erhofftest, aber dessen liquidität im endeffekt weit unter den erwartungen lag, die seine äußere hülle vermuten ließ. oder das mädchen, das dir schöne augen machte, dem du einige drinks spendiertest bis du feststellen musstest, dass sie es wohl vorzog die nacht bei einem schmierigen zeitgenossen zu verbringen. viel hast du erlebt. viel hast du beobachtet. vom rande des tresens sieht man viel. mal direkt vor augen, und mal nur schemenhaft aus den augenwinkeln. du hast an diesem abend sich entwickelnde sympathien gesehen. menschen, die sich küssten. menschen, die sich stritten. du hast gesehen, wie zwielichtige menschen dir deine freunde abspenstig machten, und in der trunkenheit noch viel zwielichtigere verträge unterzeichnen ließen. aber jetzt ist früher morgen. jetzt ist fast niemand da. jetzt kannst du ausruhen. "dort wo die nacht am tiefsten ist, ist der tag am nächsten", hast du mal jemanden sagen hören. du hast es dir aufgeschrieben und den post-it zettel direkt an deine zapfanlage geklebt, direkt neben "words are probably the most powerful drug used by mankind". du erinnerst dich an all die beschwerden. nicht immer waren sie unbegründet. am tresen deines lebens hast du viel scheiße verzapft. warum? weil deine hände zitterten. du warst unsicher. und die gläser waren voller schaum, der weder durst löschen noch heiße seelen kühlen konnte. du hattest immer einen fairen preis gemacht, du wolltest lieber pleitegehn als abkassiern. du bist vielleicht nicht so beliebt wie das krümelmonster bei der kekslobby, aber das willst du auch nicht sein. du weisst, dass es sicher andere formen der zuneigung gibt. des geben und nehmens. du schaust auf. nur sie ist noch da. sie schaut auch dich an. sie scheint noch lange nicht gehen zu wollen. und ganz plötzlich ist morgen auch noch ein tag.

Montag, 16. August 2010

das könnte der sinn sein, irgendwie.

morgen werd ich joggen gehn,
das hab ich mir geschworen,
vielleicht werd ich mich besser fühln,
ein bisschen neugebohren',

für heute hab ich bier im blut,
und rauch in meiner lunge,
es tut mir sicherlich nicht gut,
doch kribbelt auf der zunge,

bitte gib mir was du hast,
das was ich hab - sicher nicht viel,
bitte gib mir was du hast,
ich hoff' für dich ist das kein spiel.

ich denk immer drüber nach,
wieso ich dich vermisse,
was du mir heut' gegeben hast,
kriegt morgen wieder risse.

sicher ist nichts von bestand,
das ist der lauf der dinge,
ich glaub' es währ ne schöne zeit,
wenn ich sie mit dir verbringe.

bitte gib mir was du hast,
ich hoff' für dich ist das kein spiel.
bitte gib mir was du hast,
das was ich hab - sicher nicht viel.

die autos auf der autobahn,
sind einfach vielzuviele,
so dass ich nicht erraten kann,
wüsst' gerne ihre ziele.

schau dir mal das wetter an,
von tag zu tag verschieden,
auch wenn ich dich nicht hassen kann,
kann ich dich weng'stens lieben.

bitte gib mir was du hast,
ich glaub' für dich ist das kein spiel.
bitte gib mir was du hast,
das was ich hab - für dich sehr viel.

Samstag, 24. Juli 2010

SÜLZE.

#1
ja, ich kann dir nicht verübeln,
wenn du gern alleine bleibst.
muss dann schaffen mich zu zügeln,
dass du weiter mit mir schreibst.

denn wie sollten wir uns lieben?
wenn wir uns selbst so verachten?
so zerfressen von den lügen,
völlig einsam durch die nacht renn'?

suchen ziellos unsre egos,
was wir finden ist nur schrott,
und wir treffen aufeinander,
an den pfeilern des schafotts.

und ich bitte dich ganz leise,
mädchen komm doch bitte her,
deine hand ist warm in meiner,
und vier augen sehen mehr

#2
es spricht nichts dagegen,
aber auch nichts dafür,
eine liebe im regen,
und ein kuss, und ein bier.

und du brauchst keine worte,
weil ich weiss was du denkst,
sparn uns nichts auf für morgen,
heut' wird alles verschenkt.

Sonntag, 4. Juli 2010

Tapetenträumer

Ich klebe an der Nacht, wie der Leim an der Tapete. So oder so ähnlich. Nur - auf meiner Tapete kehren die Muster immer wieder. Zwar irgendwie verfremdet, ja auch in unterschiedlichen Abständen, doch Allgemein gesehen meist recht schlicht gehalten. DAs sind keine klaren Bilder, da bleibt viel Raum zum interpretieren. Vor der Tapete befidnet sich der allgemein bekannte, ja beinahe schon klischeehaft viel zu rutschige Parkettboden. Man kann sich in ihm spiegeln. Die logische Schlussfolgerung gleicht einem Gestz: "Je besser man sich im Parkett spiegeln kann, desto leichter und auch schneller fliegt man auf die Fresse". Aber ich? Ich will mich doch spiegeln! Aber wie fast jeder Mensch habe ich nicht sonderlich Bock, auf die Fresse zu fliegen. Ich könnte jetzt die Augen verschließen, aber dann hauts mich ja trotzdem auf die Fresse. Und selbst wenn, wie ich manchmal das hoffe, das Licht ausginge, es würde bestimmt dasselbe passieren. Ich stehe jetzt schon sehr lange hier. Für viele Menschen scheint das beste Mittel, eben nicht auf die Fresse zu fliegen, einfaches Stillhalten zu sein. Einfach nicht bewegen. Aber wer sicht nicht bewegt, spürt bekanntlich seine Fesseln nicht. Auch uncool. Sehr uncool. Andererseits sicher sehr chillig für die Menschen, dies bringen. Ich versuche es auch. Aber wie ich so einfach regungslos dastehe, kommt mir auch vielmehr Zeit, mir in meinem Kopf die wildesten Träume auszumalen. Einmal zum Beispiel störe ich die Nachbarn erfolgreich beim Fernsehen. Sie werden davon abgelenkt, vollständig zu verblöden. Ein andernmal verbrenne ich die gesamte Loorberernte der angrenzenden Gartensparte, damit sich niemand darauf ausruhen kann. Diese Träume wecken die Sehnsucht. Und die Sehnsucht weckt den Drang, mich zu bewegen. Doch die Angst bleibt. Sie ist stark, sie ist hartnäckig. Neue Träume wecken neues Verlangen. Solange, bis das Verlangen stärker als jede Tugend ist. Und nun wage ich die Schritte. Und ich falle nicht. Ich klebe an der Nacht, wie der Leim an der Tapete. Und ich klebe an der Nacht, weil Tageslicht zu sehr blendet. Jetzt kann ich laufen. Nicht passiert. Bis zum nächsten Mal. Bis zur nächsten Nacht. Doch ich lächele mit der Gewissheit, dass diese Träume mich immer retten werden. Irgendiwe. So oder so ähnlich.

Mittwoch, 30. Juni 2010

ausgesperrt.

rein ins haus will ich. doch ich hab die schlüssel vergessen. jetzt trennt mich eine dicke schwere tür von ihnen. verdammt. die tür war mir immer schon unheimlich. unterm fußabtreter und unter den blumenkästen hab ich auch keine gefunden. jetzt heißt es also wieder warten, auf dass jemand anderes kommt. dabei bin ich doch so ungeduldig. ich muss lachen. 'es ist wie mit der liebe', denke ich mir. die ist doch der schlüssel zu meinem ich. doch bis jetzt waren alle mädchen in meinem leben wahlweise fußabtreter oder blumenkästen. den schlüssel zu mir hatte keine enthalten... egal jetzt. weiter warten. 'solange die sonne scheint, ist warten doch ganz passabel', denke ich mir. und so lege ich mich in den garten, lese packungsbeilagen und schlucke notgedrungen bittere tropfen. ich kam vom arzt, müsst ihr wissen. am ende lenken selbst die bitteren tropfen vom warten ab. sie schinden ja auch zeit. so bitter sind sie ja nicht. ich habe ja noch die süße cola zum nachtrinken. ich lege mich auf eine bank in unserem garten. zuviel sonne blendet auch, aber zuviele wolken lassen mich schnell frösteln. doch gerade stimmt das sonne-wolken-verhältnis irgendwie. ich starre in den blauen himmer ind sehe spatzen in formation fliegen. ich habe nur weniger solche freunde, die so verlässlich sind, wie die flügelmänner im spatzengeschwader. ich sehe die wespen aus den blüten nektar trinken, sie erinnern mich daran, das ich schon allzulange keinen exzess mehr hatte. irgendwann bekomme ich appetit auf erdbeeren und mache mich auf den weg zum erdbeerbeet. wenn du durchs tiefe gras gehst, sticht dich auch manchmal ne distel. das risiko nehme ich in kauf. am beet angekommen wandern zwei kleine erdbeeren in meinen mund. sie schmecken ganz anders als die medizin, süßsauer, doch mein gesicht verzieht sich genauso. ich gehe zurück auf die bank, lege mich hin, und warte weiter, warte, warte, bis jemand kommt, der mir die tür aufmacht. würde ich ihn suchen, wir würden uns sicher verfehlen.

unvollendetes lied.

einegtlich fast schin zu belanglos, es zu posten.:

gib mir heute eine ahnung.
gib mir morgen deine hand.
streich mir, mit ihr meine wange.
nehme mir jeden verstand...

raus, aus diesem land
rein, ins weinachtsland
und wir segeln durch die vorstadt
ohne licht auf deinem fahrrad.

diese nacht bleibt jung,
ohne auslöschung.
der geschmack auf deinen lippen,
ist so süß auch ohne kippen

Montag, 7. Juni 2010

am fenster sitze ich und warte.

am fenster sitze ich und warte,
dass die sterne wieder glühn.
ich seh' nur schwarzes durch die scharte,
vermischt mit dunklem blau und grün.

ich sehne mich nach neuer wärme,
und ich blicke weit zurück,
doch das sind nur verloschne sterne,
das ist nur längst vergangnes glück.

ich blicke in mich: nichts als leere,
diese stille wird zum schrei:
"wann krieg ich das, was ich begehre?"
und: "wann geht all das hier vorbei?"

die antwort steht wohl in den sternen,
die ich doch nicht lesen kann,
das glück mag mich wieder beehren,
die frage ist und bleibt nur: "wann?"

die decke in die ich mich hülle,
wärmt nur den körper, nicht das herz,
und selbst wenn ich den wein nachfülle,
bleiben leere, kälte, schmerz.

Mittwoch, 12. Mai 2010

der moment.

der moment ist magisch.
der moment ist jetzt.

die zeit scheint stehengeblieben.
und doch tickt deine uhr.

der moment ist kein moment mehr,
wenn er zur erinnerung wird.
denn dann ist er erinnerung.

der moment ist voller schmerzen.
der moment ist die erfahrung.
wirst du ihn vermissen.
sobald er vergangen ist?

der moment zerrinnt im lauf der zeit.
wie das wasser in den händen der durstigen.

der moment ist nicht zu greifen.
der moment ist unfassbar unfassbar.
und er ist vergangen.
wenn du dir seiner existenz bewusst wirst.

Montag, 10. Mai 2010

daedalus again. eine variation.

ich weiß, das war so ähnlich schonmal da.
das ende ist also abzusehen.
aber diesmal geht es wirklich um mich.
und alles andere is zweitens.

da war nur grau um mich herum. kälte. ein luftzug. freier fall. ich hatte angst vor dem aufprall. angst vor der landung. ungebremst raste ich hinab. der steinharte boden raste immer schneller auf mich zu. ich hielt die luft an. schloss die augen. 3...2...1...nichts. nichts? ich sollte doch schon längst zerschellt sein an diesem boden. ich blinzelte. riss die augen auf. begann zaghaft wieder zu atmen. meine umwelt hatte sich gewandelt. ich erkannte all das schöne, das irgendwann verlorengegangen war. ich blickte an mir herab. vor ein paar sekunden war noch dieses loch in meiner brust. und diese striemen an armen und beinen. alles war weg. schien verheilt zu sein. kurz blickte ich in mich. ich spürte die wäme wiederkommen. und da wa es "bumm" ... das längst verloren gelaubte geräusch meines schlagenden herzens. ich fragte mich: "WAS WAR PASSIERT"? irgendetwas war für mich dagewesen. und es war noch immer da. da war dieses licht. atemberaubend schön und voller pulsierender energie. es umgab mich nicht nur, nein, es durchfloss mich. eine innere stimme sagte mir "lass alle zweifel. folge... wohinauchimmer...folge.". und so begann ich zu fliegen, befreit von allen zweifeln, befreit von jeder unfreiheit. ich wurde selber zu licht,verschmolz mit meiner retterin. es ging aufwärts. und ich dachte, es würde immer so weitergehen. aber irgendwann hörte das licht auf zu leuchten. wurde unauffindbar. entfloh mir so schnell. und im moment seines abhandenkommens setzten die zweifel wieder ein. schlimmer als je zuvor. wurde ich wieder ich. stürzte. wie so oft. in diesen wieder farblosen abgrund. diesmal war alles anders. ich wusste, diesmal würde mich nichts mehr retten können.

Sonntag, 18. April 2010

wenn ich an sie denke...

wennn ich an sie denke. denke ich an hoffnung.
an ein lächeln. dass mir flügel wachsen ließ.
obwohl dieser nachmittag. so verregnet war.

wenn an sie denke. denke ich an musik.
die uns einte und auch hoffentlich weitereinen wird.
die ausdrückt, was worte nicht beschreiben. unsere gefühle.

wenn ich an sie denke. habe ich keine zweifel.
da holt mich keine vergangenheit ein. und da wird auch
keine schlechte zukunft sein. mmit ihr. zusammen.

denn unsere herzen. sind nicht aus gold. das wäre zu schwer.
unsere herzen sind aus licht. auf einer reise.
in die zukunft. die gerade erst begonnen hat.

vereint.

Sonntag, 11. April 2010

zweiundvierzig

gib mir jetzt deine liebe.
dann geb ich dir mein gewehr.
wie ist das in meine hand gekomm?
wer stellt das eigentlich her?

wer sendet die signale?
die alle hier empfangen?
kann mir irgendjemand sagen.
wie hat das angefangen?

und überall ist diese lethargie.
kommt eigentlich idiot von ideologie?
auf der suche nach meinem standpunkt,
fehlt mir mein gps.
doch das leben wird viel einfacher,
wenn du dich jetzt vernetzt!

[pause]

sag mir eine antwort.
für die es keine frage gibt.
gib mir etwas hoffnung.
oder den rausch eines triebs.

welche fesseln sind die schlimmsten?
die der norm oder die der fragen?
verstand oder angst? und wie soll ich das ertragen?

Donnerstag, 8. April 2010

was du säest.

was du säest.
willst du ernten.
was du säest.
beschützt du.
was du säest.
versorgst du.

du schaust.
siehst wie es wächst.
du liebst es.
seine existenz.
du fürchtest.
sie zu beenden.

und während du nachdenkst.
und während du zögerst.

erntet ein anderer.
was du gesät.

Dienstag, 6. April 2010

ein kritischer krümel macht keine kritische masse...

rennen, rennen. kommt dir in den sinn.
rennen nur rennen, aber wohin?

du rennst duch die nacht.
du rennst durch den tag.
du rennst vor dir selbst weg.
weil du dich nicht magst.

ein blick in den spiegel.
und der alptraum wird wahr.
wer hat dich geschaffen?
und wann war er nicht mehr da?

rennen, rennen immer weiter.
auf der flucht vor dir selbst hilft keine räuberleiter.

du rennst duch die nacht.
du rennst durch den tag.
und jede dieser pausen.
wird zur endlosen qual.

ein blick in den spiegel.
und der alptraum wird wahr.
es ist wie hase und igel.
du warst immerschon da.

denn du willst dazugehören,
aber auch dagagensein,
willst mitreißen und aufrühren,
es geht keiner auf dich ein,
und die ungelösten fragen,
machen dich paranoid.
und aus deinem mitfühlen,
zieht ein andrer den profit.

doch du darfst nie vergessen,
was ausmacht was du bist:
man steht immer im abseits,
wenn man schiedsrichter ist!