in der welt. zählt der schein,
ich will lieber garnicht sein.
wieviel geld. zählt dein schein?
ich stell mir nur selbst ein bein.
ich will wissen wo der schuh drückt,
doch ich bin kein schuster.
sehe nur mein unglück,
und erkenne muster:
sie sagen jeder ist des glückes schmied.
ich frage mich wer das talent vergibt.
warum geht es dir gut?
warum geht es mir schlecht?
warum brennt deine glut?
wer gab dir dein schürfrecht?
was habe ich eigentlich hier verlorn?
trennt sich irgendwann die spreu vom korn?
ich versuche es zu packen.
ich pack ein. und wieder aus.
was von dem sind meine sachen?
greif ich sie auch richtig auf?
hab ich wirklich einen plan.
was bin ich? was will ich sein?
komm ich irgendwann mal an.
fühl ich mich irgendwo daheim?
ich will das glück am schopfe packen,
doch vielleicht hat es ne glatze.
und mir sitzt die angst im nacken,
dass ich es erneut verpatze.
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Montag, 23. Mai 2011
Sonntag, 6. Februar 2011
abenteurerland ist abgebrannt.
wir waren klein und jung,
und hatten doch die größten träume,
blieben immer auf dem sprung,
und bauten häuser in die bäume.
wir waren hart im nehmen,
selbst das wetter war egal,
es gab stiefel für den regen,
und bei kälte einen schal.
an heißen tagen limonade,
aus dem kühlschrank in der küche,
morgens heiße schokolade,
und wir kannten keine flüche.
wussten nichts von geldsorgen,
weil wir nie selber welches hatten,
selten dachten wir an morgen,
und das gestern nur ein schatten.
wir konnten nicht küssen,
aber wollten so sehr,
weinten nächtelang in kissen,
unsre herzen waren schwer.
wegen eloquenten mädchen,
die wir nie erreichen konnten,
weil sie sich in unsren gärten,
mit den großen brüdern sonnten.
unser selbstvertrauen zerbrechlich,
wie die knochen alter männer,
das war trotz der rechenschwäche,
unser gemeinsamer nenner.
und hatten doch die größten träume,
blieben immer auf dem sprung,
und bauten häuser in die bäume.
wir waren hart im nehmen,
selbst das wetter war egal,
es gab stiefel für den regen,
und bei kälte einen schal.
an heißen tagen limonade,
aus dem kühlschrank in der küche,
morgens heiße schokolade,
und wir kannten keine flüche.
wussten nichts von geldsorgen,
weil wir nie selber welches hatten,
selten dachten wir an morgen,
und das gestern nur ein schatten.
wir konnten nicht küssen,
aber wollten so sehr,
weinten nächtelang in kissen,
unsre herzen waren schwer.
wegen eloquenten mädchen,
die wir nie erreichen konnten,
weil sie sich in unsren gärten,
mit den großen brüdern sonnten.
unser selbstvertrauen zerbrechlich,
wie die knochen alter männer,
das war trotz der rechenschwäche,
unser gemeinsamer nenner.
Sonntag, 23. Januar 2011
sokrates war shoppen.
in neuen frischen hosen sitze ich da,
auf dem kopf ne neue, warme mütze,
ja ich sitze, in meinem zimmer.
wo niemand sieht, wie gut ich ausseh.
mein umherschweifender blick,
fixiert sich an dem beutel des modehauses.
und ich versuche rauszufinden,
wo sich die muster wiederholen.
sie sehen wie chromosomen aus,
und sind doch nur markenzeichen.
eins so gleich wie das andere,
so wie der inhalt der beutel.
auf meinem boden rekelt sich antigone,
ein kleines gelbes heft für einzdreissig.
hat damit alles angefangen? hat es das?
wer weiss das schon. ich nicht.
auf dem kopf ne neue, warme mütze,
ja ich sitze, in meinem zimmer.
wo niemand sieht, wie gut ich ausseh.
mein umherschweifender blick,
fixiert sich an dem beutel des modehauses.
und ich versuche rauszufinden,
wo sich die muster wiederholen.
sie sehen wie chromosomen aus,
und sind doch nur markenzeichen.
eins so gleich wie das andere,
so wie der inhalt der beutel.
auf meinem boden rekelt sich antigone,
ein kleines gelbes heft für einzdreissig.
hat damit alles angefangen? hat es das?
wer weiss das schon. ich nicht.
Mittwoch, 19. Januar 2011
dialog mit einer schultasche.
der räuber heißt schule und er raubt meine zeit.
wenn ich dann ins bett geh steht der wecker schon bereit.
der räuber raubt nicht nur die zeit,
nein er raubt auch die zärtlichkeit.
ja sogar wenn es draußen schneit,
steht meine tasche schon bereit,
und schreit:
"was soll die ganze müdigkeit,
das einz'ge was dir übrigbleibt,
ist lernen für die lohnarbeit!
gewöhn dich an den futterneid!"
da macht sich murren in mir breit:
"was du mir sagst, ist mir egal,
verzieh dich in dein scheißregal,
und lasse mich in frieden dann,
dass ich in ruhe schlafen kann!"
"oh nein!" erwiedert meine tasche:
"du dummes schwein, du alte flasche!
bist eh zu schwach zu widerstehn,
und einfach nichtmehr hinzugehn!"
"ach hälst du mich für so beschränkt?
ein schelm, wer dabei böses denkt,
mein freier wille sagt schon nein,
nur sagt ers nicht zu meinem bein!"
"du hast dir grad das bein gestellt,
du bist zu klein für diese welt,
zu groß die angst vor der blamage,
fürs handeln fehlt dir noch courage."
"ja noch! ja noch! doch bald nichtmehr!
dann zieh ich mich aus dem verkehr!
ich bin vielleicht nochnicht bereit,
doch irgendwann ist es soweit."
sprach ich und schloss die tasche zu,
ich hatte endlich meine ruh,
und hängte sie mir um im stehn,
um danach aus dem haus zu gehn.
wenn ich dann ins bett geh steht der wecker schon bereit.
der räuber raubt nicht nur die zeit,
nein er raubt auch die zärtlichkeit.
ja sogar wenn es draußen schneit,
steht meine tasche schon bereit,
und schreit:
"was soll die ganze müdigkeit,
das einz'ge was dir übrigbleibt,
ist lernen für die lohnarbeit!
gewöhn dich an den futterneid!"
da macht sich murren in mir breit:
"was du mir sagst, ist mir egal,
verzieh dich in dein scheißregal,
und lasse mich in frieden dann,
dass ich in ruhe schlafen kann!"
"oh nein!" erwiedert meine tasche:
"du dummes schwein, du alte flasche!
bist eh zu schwach zu widerstehn,
und einfach nichtmehr hinzugehn!"
"ach hälst du mich für so beschränkt?
ein schelm, wer dabei böses denkt,
mein freier wille sagt schon nein,
nur sagt ers nicht zu meinem bein!"
"du hast dir grad das bein gestellt,
du bist zu klein für diese welt,
zu groß die angst vor der blamage,
fürs handeln fehlt dir noch courage."
"ja noch! ja noch! doch bald nichtmehr!
dann zieh ich mich aus dem verkehr!
ich bin vielleicht nochnicht bereit,
doch irgendwann ist es soweit."
sprach ich und schloss die tasche zu,
ich hatte endlich meine ruh,
und hängte sie mir um im stehn,
um danach aus dem haus zu gehn.
Mittwoch, 24. November 2010
"treiben lassen."
schließe deine augen. und stelle dir den strand vor.
oder den pool, oder des bergsees unberührte natur.
aber stell dich dir entspannt vor:
ungestört durch lästige gedanken,
unbegrenzt von irgendwelchen schranken,
wasser plätschert an des steges planken,
und sanfte wellen bringn' dich leicht ins wanken.
da liegst du nun und lässt dich treiben,
kein hai wird sich dich einverleiben,
würdest gern ewig so verbleiben,
du fühlst dich mit dir selbst im reinen...
doch HALT! STOPP! zweifel regen sich:
"treiben lassen", was ist das eigentlich?
treibe ich dich oder treibst du da mich?
und treibt uns das nich... in den wahnsinn?
oder könnte es sein, dass ich längst im wahn bin?
von wem lassen wir uns treiben?
mit wem tanzen wir den reigen?
und wer spielt dafür die geigen?
wer sind die jäger dieser treibjagd,
die man später nach der zeit fragt,
denen man so blind vertraut,
dass man sein haus auf treibsand baut?
auf was treib ich da zu,und von wem treib ich ab?
solange der strom fließt, geht es doch nur bergab,
der gravierende einfluss der gravitation,
eingemeißelte erkenntnis, doch was nützt die mir schon?
diese welt scheint wie ein treibhaus, und gott schaut von außen zu,
er will sehen, was die zeit treibt, denn das lässt ihm keine ruh'.
hier treiben soviele, scheinbar ohne verstand,
und doch ist dieser zustand auch nur scheinbar konstant.
denn wollt ihr nicht auch endlich bessere zeiten?
DANN LASST UNS DEM TREIBEN EIN ENDE BEREITEN!
oder den pool, oder des bergsees unberührte natur.
aber stell dich dir entspannt vor:
ungestört durch lästige gedanken,
unbegrenzt von irgendwelchen schranken,
wasser plätschert an des steges planken,
und sanfte wellen bringn' dich leicht ins wanken.
da liegst du nun und lässt dich treiben,
kein hai wird sich dich einverleiben,
würdest gern ewig so verbleiben,
du fühlst dich mit dir selbst im reinen...
doch HALT! STOPP! zweifel regen sich:
"treiben lassen", was ist das eigentlich?
treibe ich dich oder treibst du da mich?
und treibt uns das nich... in den wahnsinn?
oder könnte es sein, dass ich längst im wahn bin?
von wem lassen wir uns treiben?
mit wem tanzen wir den reigen?
und wer spielt dafür die geigen?
wer sind die jäger dieser treibjagd,
die man später nach der zeit fragt,
denen man so blind vertraut,
dass man sein haus auf treibsand baut?
auf was treib ich da zu,und von wem treib ich ab?
solange der strom fließt, geht es doch nur bergab,
der gravierende einfluss der gravitation,
eingemeißelte erkenntnis, doch was nützt die mir schon?
diese welt scheint wie ein treibhaus, und gott schaut von außen zu,
er will sehen, was die zeit treibt, denn das lässt ihm keine ruh'.
hier treiben soviele, scheinbar ohne verstand,
und doch ist dieser zustand auch nur scheinbar konstant.
denn wollt ihr nicht auch endlich bessere zeiten?
DANN LASST UNS DEM TREIBEN EIN ENDE BEREITEN!
Donnerstag, 21. Oktober 2010
gehst du weiter.
[1]
gehst du weiter - in meine richtung?
komm lass uns treffen - auf einer lichtung.
denn der dichte wald ist nass und feucht und kalt,
und in der umgebung hier wird man nicht alt.
[2]
gehst du weiter - auf mich zu?
stehst du wartend - an dem zug?
der mich sehr sicher übers schlachtfeld trägt.
weil draußen unentwegt ein herbststurm fegt.
[coda]
und wie wird es dann passiern?
sollten wir uns gleich berührn?
wirst du aufhören zu freirn?
bis wir uns wieder verliern.
[3]
und das display zeigt: "nächster halt - liebesnest"
ich stehe auf - und halte mich an der haltestange fest.
gewappnet vor der trägheit, die mich sonst noch aus der bahn reißt,
heute land' ich ausnahmsweise nicht auf dem rangiergleis.
gehst du weiter - in meine richtung?
komm lass uns treffen - auf einer lichtung.
denn der dichte wald ist nass und feucht und kalt,
und in der umgebung hier wird man nicht alt.
[2]
gehst du weiter - auf mich zu?
stehst du wartend - an dem zug?
der mich sehr sicher übers schlachtfeld trägt.
weil draußen unentwegt ein herbststurm fegt.
[coda]
und wie wird es dann passiern?
sollten wir uns gleich berührn?
wirst du aufhören zu freirn?
bis wir uns wieder verliern.
[3]
und das display zeigt: "nächster halt - liebesnest"
ich stehe auf - und halte mich an der haltestange fest.
gewappnet vor der trägheit, die mich sonst noch aus der bahn reißt,
heute land' ich ausnahmsweise nicht auf dem rangiergleis.
Montag, 27. September 2010
eine unheilvolle einsicht, die mir täglich hals und bein bricht.
ein blick auf den terminplan,
ein fragmentierter hinweis,
auf der suche nach was essbarn',
bin ich der, der nur auf stein beisst.
ich setz ein' schritt vor den andern,
weiter durch den regen wandern,
und der himmel grau in grau,
und durchnässt bis auf die haut.
irgendwann bin ich zuhause,
aber doch nicht angekomm,
eine kurze atempause,
doch die ziele sind verschwomm'
ein blick auf den dienstplan,
offenbart mir freie spitzen,
ich hab' irgendwo noch kräfte,
doch wem sollten die was nützen?
eine nacht noch in dem bette,
das mich nie so richtig wärmte,
meine schwäche lässt mich schlafen,
nach der letzten zigarette.
ich stehe auf, ein blick in meinen kleiderschrank verrät,
für einen stilvollen abgang ist es leider schon zu spät.
ein fragmentierter hinweis,
auf der suche nach was essbarn',
bin ich der, der nur auf stein beisst.
ich setz ein' schritt vor den andern,
weiter durch den regen wandern,
und der himmel grau in grau,
und durchnässt bis auf die haut.
irgendwann bin ich zuhause,
aber doch nicht angekomm,
eine kurze atempause,
doch die ziele sind verschwomm'
ein blick auf den dienstplan,
offenbart mir freie spitzen,
ich hab' irgendwo noch kräfte,
doch wem sollten die was nützen?
eine nacht noch in dem bette,
das mich nie so richtig wärmte,
meine schwäche lässt mich schlafen,
nach der letzten zigarette.
ich stehe auf, ein blick in meinen kleiderschrank verrät,
für einen stilvollen abgang ist es leider schon zu spät.
Mittwoch, 22. September 2010
in medias res.?
[1]
bin zu schüchtern es zu sagen,
spür' die steine in meinm' magen.
vielleicht doch angst zu versagen,
oder bock es zu vertagen.
denn der zeitpunkt ist mir wichtig,
vielleicht ist er grad' nicht richtig?
vor dem spiegel - ja da üb' ich,
denn du sollst merken - nein ich lüg' nicht.
[ref.]
früher immer zugegriffen,
ohne zu wissen was ich kriege,
was ich davon abbekam,
war nicht mehr als nur intrige.
doch jetzt weiss ich bescheid,
jetzt nehm' ich mir mehr zeit:
ich glaub' es wird sehr schön -
was von uns übrig bleibt.
[2]
und jetzt laufe ich wieder nachhause,
zünd mir nochmal ne kippe an,
und es brickelt in mir so wie brause,
meine worte kamen wohl gut an.
und jetzt hab' ich wohl lunte gerochen,
und mich nicht wie so oft nur verkrochen.
dem eignen alltagstrott wiedersprochen.
und spür' mehr als nur den herzschlag pochen.
[ref.]
früher immer zugegriffen,
ohne zu wissen was ich kriege,
was ich davon abbekam,
war nicht mehr als nur intrige.
bitte leih mir deine hand,
raub' mir mehr als den verstand,
mach den wunden nen' guten verband,
und bemal' mit mir die graue wand.
[ende]
ich muss sagen es tut sehr gut,
mich an deinen worten zu ernähren,
ich glaub ich schaff es auch bei rot,
und viel verkehr - die straße zu überqueren.
und ich breche eine lanze,
eine latte von dem zaun,
auf der mauer sitzt ne wanze,
es macht spaß ihr zuzuschaun.
bin zu schüchtern es zu sagen,
spür' die steine in meinm' magen.
vielleicht doch angst zu versagen,
oder bock es zu vertagen.
denn der zeitpunkt ist mir wichtig,
vielleicht ist er grad' nicht richtig?
vor dem spiegel - ja da üb' ich,
denn du sollst merken - nein ich lüg' nicht.
[ref.]
früher immer zugegriffen,
ohne zu wissen was ich kriege,
was ich davon abbekam,
war nicht mehr als nur intrige.
doch jetzt weiss ich bescheid,
jetzt nehm' ich mir mehr zeit:
ich glaub' es wird sehr schön -
was von uns übrig bleibt.
[2]
und jetzt laufe ich wieder nachhause,
zünd mir nochmal ne kippe an,
und es brickelt in mir so wie brause,
meine worte kamen wohl gut an.
und jetzt hab' ich wohl lunte gerochen,
und mich nicht wie so oft nur verkrochen.
dem eignen alltagstrott wiedersprochen.
und spür' mehr als nur den herzschlag pochen.
[ref.]
früher immer zugegriffen,
ohne zu wissen was ich kriege,
was ich davon abbekam,
war nicht mehr als nur intrige.
bitte leih mir deine hand,
raub' mir mehr als den verstand,
mach den wunden nen' guten verband,
und bemal' mit mir die graue wand.
[ende]
ich muss sagen es tut sehr gut,
mich an deinen worten zu ernähren,
ich glaub ich schaff es auch bei rot,
und viel verkehr - die straße zu überqueren.
und ich breche eine lanze,
eine latte von dem zaun,
auf der mauer sitzt ne wanze,
es macht spaß ihr zuzuschaun.
Mittwoch, 30. Juni 2010
unvollendetes lied.
einegtlich fast schin zu belanglos, es zu posten.:
gib mir heute eine ahnung.
gib mir morgen deine hand.
streich mir, mit ihr meine wange.
nehme mir jeden verstand...
raus, aus diesem land
rein, ins weinachtsland
und wir segeln durch die vorstadt
ohne licht auf deinem fahrrad.
diese nacht bleibt jung,
ohne auslöschung.
der geschmack auf deinen lippen,
ist so süß auch ohne kippen
gib mir heute eine ahnung.
gib mir morgen deine hand.
streich mir, mit ihr meine wange.
nehme mir jeden verstand...
raus, aus diesem land
rein, ins weinachtsland
und wir segeln durch die vorstadt
ohne licht auf deinem fahrrad.
diese nacht bleibt jung,
ohne auslöschung.
der geschmack auf deinen lippen,
ist so süß auch ohne kippen
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